25. Internationales K 70-Treffen 2011 zwischen Sauerland und Westfalen
(organisiert von Elke Wiese und Bernhard Kramer)

Endlich war es soweit: Es ging wieder auf die Reise zum 25. Pfingsttreffen nach Rüthen im Sauerland. Wir hatten auch dieses mal wieder mit knapp 530 km eine lange Anreise. Wie immer, hatte Christian an diesem Freitag auch noch Unterricht bis 12.40 Uhr. Damit wir keine Zeit verlieren, hatten wir ihn mit dem Auto abgeholt. Das Schulzeug in die Ecke geworfen, einen kleinen Happen gefuttert und schon ging es kurz nach 13.00 Uhr los auf die lange Fahrt nach Rüthen. Im Vergleich zum letzten Jahr war dieses mal deutlich mehr Verkehr. Einmal hatten wir auch die Autobahn an einem Stauende gerade noch verlassen können. Das Radio hatte hier 20 km Stau an einer Baustelle gemeldet. Ansonsten gab es keine Probleme und wir hatten nach knapp 7 Stunden gegen 20.45 Uhr unser Ziel, den Gasthof Westermeier, erreicht.

Hier konnten wir in der gemütlichen Kellerkneipe noch etwas Essen und auch die bereits anwesenden Teilnehmer begrüßen.

Treffpunkt am Samstag – wie auch die weiteren Tage – war um 10.30 Uhr beim Gasthof Westermeier. Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, wurden wir von den Organisatoren ganz herzlich begrüßt. Bernhard hatte auch eine Neuerung für unsere Ausfahrten. Damit jeder was von den anderen K70 hat, wollen wir die Ausfahrten im „rollierenden System“ fahren, das heißt: Elke ist mit dem K70 vorausgefahren. An jedem neuralgischen Punkt hatte Sie ihrem Hintermännern durch Handzeichen angezeigt, wo es weitergeht. Dieses Fahrzeug blieb dann an diesem Punkt stehen, z.B. am Fahrbahnrand oder hinter der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr, und zeigte den folgenden Fahrzeugen durch Handzeichen oder Blinker den richtigen Weg. Bernhard war mit seinem Audi A8 als Letzter gefahren und wenn dieser auftauchte, hatte sich das Wartefahrzeug vor dem A8 wieder in die Schlange eingereiht. So hatte jeder auch mal die Möglichkeit, alle K70 an sich vorbeifahren zu sehen. Außerdem war die Gefahr äußerst gering, dass jemand verloren geht. Aus unserer Sicht war das ein voller Erfolg. Man musste auch keine Angst haben, den Anschluss zu verlieren, wenn die Kolonne mal durch eine Ampel getrennt worden ist. Das sollte man bei folgenden Treffen beibehalten.


Foto: Internet

Als dann alles Wichtige gesagt war, hieß es aufsitzen und es ging los. Unser erstes Ziel war die Warsteiner Brauerei. Über eine ADAC Bergrennstrecke (hier wurde zwischen 1965 und 1984 jährlich eines des bedeutendsten Bergrennen Deutschlands gefahren) sowie durch den Arnsberger Wald kamen wir zur Warsteiner Brauerei, bei der eine Besichtigungstour angesagt war.

Nachdem wir unsere K70 auf dem für uns reservierten Parkplatz abgestellt hatten, sammelten wir uns im Besucherzentrum, um die Eintrittskarten zu besorgen.

Vor der Rundfahrt durch die Hallen gab es noch eine Kinovorführung im Multimedia-Theater „Rotarium“ über die Braukunst von einst und heute. Die Rotation machte es möglich, neben dem Film selbst auch die Braukunst längst vergangener Zeiten in Etappen darzustellen.

Eine tolle Vorstellung, die weit mehr Eindruck machte, als einfach einen Film abzuspielen.

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Nach dieser Vorführung konnten wir dann den „S’TEAMer“ entern. Hierbei handelte es sich um ein Zugfahrzeug, mit dem das Publikum durch die Werkshallen chauffiert worden ist. Auch während dieser Fahrt konnten wir über Bildschirme jeweils nähere Informationen erhalten zu den Bereichen, in denen wir uns gerade befanden.
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Das ging von den Brauereigebäuden über die Abfüllanlagen, den LKW-Logistikbereich bis hin zum eigenen Verladebahnhof für den Export. Auf verschiedenen Tafeln konnte man bei den Abfüllanlagen auch sehen, wie viel Bier da in 1 Stunde abgefüllt wird. Die Gesamtleistung bei Mehrwegflaschen (0,25 l / 0,33 l / 0,5 l) beträgt über 200.000 Flaschen pro Stunde. Beim Einwegsortiment beträgt die Gesamtleistung 55.000 Dosen und 55.000 Einwegflaschen pro Stunde. Und um die Party so richtig in Schwung zu bringen, können pro Stunde auch noch 1.000 20-Liter-, 30-Liter- und 50-Liter-Fässer sowie 2.200 5-Liter-Dosen abgefüllt werden. Wer trinkt denn das alles?

Nach der Beendigung dieser interessanten Fahrt durch die Brauerei mussten wir schließlich noch was dagegen tun, damit das gute Zeug nicht schlecht wird. Dazu hatten wir auf der Sonnenterasse Gelegenheit – und wie es sich gehört, hat natürlich auch die Sonne geschienen und die kühlen Bierchen oder Radler so richtig gut geschmeckt.

Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zum Gasthaus Platte. Von dort starteten wir zu einem Besuch der Bilsteinhöhlen. In der Mittelsteinzeit, also vor ca. 8.000 Jahren hat in der Bilstein-Kulturhöhle 1 eine Gruppe von Jägern gelebt. Sie haben in der Höhle aus Feuerstein Werkzeuge hergestellt. Bei den Ausgrabungen von 1887 fand man Steinwerkzeuge und Feuerstein-Abfälle. Der archäologische Befund in der Bilstein-Kulturhöhle I: Holzkohleschichten, die auf Feuerstellen hindeuten. Menschliche Schädelreste und Skelettknochen, keine vollständigen Skelette. Bruchstücke von Tongefäßen, keine ganzen Gefäße. Vereinzelt Schmuckstücke. Immer wieder suchten Menschen Höhlen auf, um in ihnen Schutz zu finden.

Auch in den Bilsteinhöhlen finden sich Spuren, die auf die Anwesenheit des Menschen in den verschiedenen Epochen der Geschichte schließen lassen. Anders als bei unserem Wetter, das auch gerne mal von einem Tag auf den anderen mehr als 10 Grad Temperaturunterschiede hat, sind es in der Bilsteinhöhle gleichbleibend immer 8 Grad – ob das jetzt warm oder kalt ist, kann Jeder für sich entscheiden.

Nach der rund 30 Minuten dauernden, beeindruckenden Führung durch schmale und niedrige Höhlengänge sowie in die „Halle“ (ein richtig großer Raum mit unzähligen Tropfsteinen in jeder Größe) kamen wir – einige etwas durchgefroren – wieder beim Gasthaus Platte an, wo nun ein Kaffee mit Obstkuchen lockte.

Als alle wieder aufgewärmt und satt waren, fuhren wir zurück zum Gasthaus Westermeier bzw. den Unterkünften um uns für das Abendessen aufzufrischen.

Denn ab 18.45 Uhr wartete am Warsteiner Bikepark am Rabennest das Abendessen auf uns. Wie es sich gehört, hatten wir unsere K70 natürlich schön in Reih und Glied aufgestellt. Zum Fototermin erschien auch jemand von der örtlichen Presse, um über den K70 und unseren Club Informationen zu sammeln.

Nachdem wir dort wirklich hervorragend und ausreichend gegessen hatten, ließen wir den Abend langsam ausklingen und wer noch Lust hatte, hatte sich wieder in der Kellerkneipe im Gasthof Westermeier eingefunden.

Nach einem interessanten ersten Tag stand dann am Sonntag ein Ausflug an den Möhnesee sowie eine Stadtführung durch Rüthen auf dem Programm.

Nach der morgendlichen Begrüßung fuhren wir dann wieder pünktlich los Richtung Möhnesee. Der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen: Es war herrlich sonnig und angenehm warm. Es war auch eine richtig tolle Strecke mit engen Kurven, Gefälle und Steigungen. Vor uns ist Jeffrey gefahren und es war eindeutig zu erkennen, dass er bei dem Gefälle in den engeren Kurven so richtig seinen Spaß hatte.

Wie bei dem tollen Wetter zu erwarten, hatte es dann doch etwas gedauert, bis wir für unsere K70 Parkplätze gefunden hatten. Hier am Möhnesee ist dann jeder auf eigene Faust losgezogen. Alternativen gab es genug: ein Spaziergang über die Staumauer, einen Kaffee trinken oder eine Fahrt mit dem Tretboot.
Foto: Internet
Wir hatten den Spaziergang über die Staumauer gewählt und die Aussicht auf den See genossen. Auf der anderen Seite gab es Gelegenheit, sich ein Eis oder eine Currywurst zu gönnen um dann wieder gemütlich zurück zu den Autos zu gehen.
Unsere nächste Station war Rüthen. Hier wurden wir zu Kaffee und Kuchen erwartet. So konnten wir uns vor dem anstehenden Stadtrundgang durch Rüthen noch einmal stärken.
Unser Weg führte uns über einen Teil der Stadtmauer zum Hexenturm von Rüthen. Der Hexenturm wurde extra für uns geöffnet. Das ermöglichte uns zu sehen, mit welchen Mitteln damals die Hexen gefoltert worden sind. Trotz etlicher Bedenken hatten wir es aber dann doch geschafft, ALLE Frauen auf dem weiteren Weg der Stadtführung mitnehmen zu können. Während der Führung kamen wir auch in ein kleines Museum, das extra für uns geöffnet worden ist. Hier wurden alle möglichen Gegenstände des täglichen Lebens aus alten Zeiten gezeigt. Und manch einer hat sich sicher gefragt, wie die Leute damals überhaupt überleben konnten.

Das Ende des Standrundganges führte uns zum Hachtor. Das Hachtor, aus dem 14. Jahrhundert stammend, ist das einzige von ehemals vier Stadttoren in Rüthen, das noch erhalten ist. Da Rüthen auf einem Bergrücken liegt und das Gelände nach Norden überwiegend eben verläuft, galt es im Mittelalter diesen Bereich besonders zu schützen. Das Tor diente über Jahrhunderte auch als Gefängnis für die von auswärts stammenden Übeltäter. Vom Hachtor aus verläuft um die gesamte Altstadt die ca. 3 km lange historische Stadtmauer.

Das Hachtor als Sehenswürdigkeit bietet natürlich auch eine prächtige Kulisse für eine Durchfahrt mit dem K70. Idealerweise war direkt hinter dem Tor ein Kreisverkehr, so dass es fast schon verlockend war, mehrmals durch das Tor zu fahren.

Mario hatte uns den Gefallen getan und ist für schöne Fotos mehrmals hin und her gefahren. Bei dem Kreisverkehr hatten dann auch alle Insassen – die Kinder und sicher auch der Fahrer – sichtlich Spaß am „kreiseln“. Da kommt dann halt doch ab und zu das Kind im Manne durch – aber so soll und darf es ja sein. Wir wollen mit unseren K70 auch Spaß haben.

Nach Beendigung der Stadtführung stand das Abendessen auf dem Programm.

Nach dessen Beendigung und der Rückfahrt zum Treffpunkt Gasthof Westermeier mussten wir uns dann schon von den ersten Teilnehmern verabschieden.

Der Rest hatte es sich noch einmal in der Kellerkneipe gemütlich gemacht.

Wir hatten eigentlich geplant, uns am Montag Vormittag beim Treffpunkt zu verabschieden. Aber die Neugier auf das Privatmuseum nur mit VW-Modellen war dann doch größer. Also sind wir noch geblieben und nach Kaunitz mitgefahren. Hier sei nur erwähnt, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat, wenn man sich für die VW-Modelle bis Mitte/Ende der 70er-Jahre interessiert.

Ich möchte an dieser Stelle auf einen extra Bericht über dieses Museum von Andreas Kernke Museum >>HIER MEHR<< verweisen..

Vorab sei nur gesagt, dass natürlich auch ein K70 in dem Museum ausgestellt war. Nach diesem hochinteressanten VW-Museum hieß es für uns jetzt leider auch Abschied zunehmen. Ein letztes Händeschütteln und Winken und das K70-Treffen 2011 war schon wieder Geschichte.

Den Organisatoren Elke und Bernhard (wobei Bernhard immer wieder betont hatte, dass Elke alles alleine organisiert hatte) hier an dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank für die tolle Organisation und das interessante Programm. Natürlich wollen wir an dieser Stelle auch einmal Petrus danken, dass er uns mit tollem Wetter – trocken und nicht zu heiß – angenehme Tage beschert hatte. Der kleine Schauer am Samstag Abend, als wir sowieso beim Essen waren, sei ihm verziehen.

Jedenfalls freuen wir uns jetzt schon auf das nächste Treffen.

Manfred Glatzel

 

Zeitungsberichte:

 
 
   

 

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