40 Jahre VW K70 - 40 Jahre VW-Werk Salzgitter am 19. und 20. Juni 2010

40 Jahre VW-Werk Salzgitter – das musste natürlich gebührend gefeiert werden. Da der Ursprung dieses VW-Werkes in der Produktion des K70 lag, wurden natürlich auch unsere Club-Mitglieder dazu eingeladen, ihre Schätzchen im Rahmen des Festes zu präsentieren. Damit es sich auch für die weit angereisten lohnt, hatte Mario für den Samstag Nachmittag noch eine Ausfahrt durch den Harz organisiert. 40 Jahre VW-Werk und 40 Jahre K70 – das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, so was feiert man schließlich nur einmal.

Ich hatte dann kurz vorher noch die Idee, ein Info-Plakat machen zu können. Nachdem irgendwie aber nie die Zeit gereicht hatte, war das dann eine Aktion in letzter Minute bis in den Freitagabend hinein. Ich hatte aus meinen alten Autozeitschriften die Artikel herausgesucht, in denen es um die ersten Erlkönigfotos vom NSU K70 ging, um eine Neuheit für das Modelljahr 1968 – nämlich den NSU K70, sowie 2 weitere Berichte, in denen es darum ging, was denn nach der Übernahme durch VW nun aus dem K70 werden soll. Dazu hatte ich noch 2 Fotos vom K70 Kombi herausgesucht. Auf der anderen Seite des Plakates hatte ich Werbeanzeigen für den K70 aufgeklebt. Aufgrund des Zeitmangels eine leicht „windige“ Konstruktion, aber für den Anfang nicht schlecht.

Nach all dem Stress hieß es dann am Samstag in der Früh sehr zeitig aufstehen, so dass wir kurz nach 5 Uhr in Memmingen losfahren konnten. Wie nicht anders zu erwarten, hatten wir auf der ersten Hälfte der Strecke mehr oder weniger heftige Duschen abbekommen. Irgendwie war an diesem Samstagvormittag aber kaum jemand unterwegs, die Autobahn war zum Teil wie leer gefegt. Also sind wir dann – mit einer Pause und einem Tankstopp – nach rund 6 Stunden und 560 km gemütlicher Fahrt in Salzgitter angekommen. Nach dem Bezug des Zimmers ging es gleich Richtung Schloss Salder.


















Dort erwarteten uns bereits  8 K70 und der Ro80 von Arne.


Wir hatten Gelegenheit, das Städtische Museum Schloss Salder zu besichtigen. Und was gehört zu Salzgitter unbedingt dazu? Natürlich der K70. Dementsprechend war auch ein silberner K70 L dort ausgestellt.















Gegen 14.30 Uhr sind wir dann zur Harz-Rundfahrt gestartet. Eine tolle Strecke, die mit ihren enormen Steigungen schon fast an das Allgäu erinnerte. Ziel war das „Windbeutel-Paradies“, dort konnten wir uns stärken. Petra gönnte sich einen „normalen“ Windbeutel, also nur mit Sahne. Der war zwar recht groß, aber ich hätte das eher als Sahne-Burger bezeichnet.















Bevor die Rückfahrt gestartet werden konnte, musste auf dem Parkplatz noch eine „Operation“ durchgeführt werden. Für die Spezialisten natürlich kein Problem.

















Eine Ampel mit Zeitanzeige hat uns mal spüren lassen, wie lange 5 Minuten sein können, eine kleine Verschnaufpause für unsere K70. Dann ging es auch schon weiter auf den bergigen Straßen des Harz.

















Aufgrund des starken Gefälles war die hier gut ausgebaute Straße natürlich auch mit einer „bitte lächeln“-Kamera ausgerüstet. Wir konnten unsere K70 kaum halten und wären wohl beinahe alle reingerauscht. Soweit ich es mitbekommen hatte, wird 1 K70 in Kürze zwei teurere Fotos bekommen.














Zwischendurch hatten wir dann auch leider etwas Regen abbekommen. Aber zum Glück immer nur zu Zeiten, in denen wir sowieso in den Autos unterwegs waren. Ziel unseres Rückweges war wieder Schloss Salder. Als wir dort wieder ankamen, waren ein weiterer K70 aus Belgien und ein K70 aus Frankreich dazu gekommen. Im dem dazugehörigen Restaurant wurden wir am Abend von Volkswagen zu einem Buffet eingeladen. Es gab ein leckeres Abendessen und für die Nachwuchs-Fahrer sogar extra Pommes und Spaghetti. Bei netten Gesprächen konnten wir so einen schönen, gemütlichen Tag ausklingen lassen.








Nachdem wir Sonntag in der Früh ausgiebig gefrühstückt hatten, starteten wir zusammen mit Edelgard und Manfred Schmitt in Richtung VW-Werk. Im Mini-Konvoi waren wir gegen 9.20 Uhr im VW-Werk angekommen und hatten unsere beiden K70 schön in der Reihe positioniert. Auf dem Werksgelände war zu dieser Zeit natürlich bereits alles aufgebaut. Mit der Zeit kamen weitere K70, um sich an diesem Festtag zu präsentieren.











Unser Kennzeichen „MM“ scheint in Salzgitter nicht sehr häufig anzutreffen zu sein. Wir wurden mehrmals gefragt, wo wir denn herkämen. Als wir uns dann als Allgäuer outeten, waren nicht wenige sehr überrascht, dass wir für diesen Tag soweit gefahren waren. „Ihr seid aber doch mit einem Hänger da und habt den K70 transportiert“ war auch zu hören. Dass unser K70 die ganze Strecke auf eigener Achse zurückgelegt hatte, hatte so manchen Besucher doch überrascht. Sind halt doch gute Autos.












Nachdem wir alle Anwesenden begrüßt hatten, haben wir uns mal auf dem Gelände umgesehen.

Erster Anlaufpunkt war das Kundenzentrum. Dort war der Werkseigene K70 ausgestellt.

Hier waren auch Bastelbögen ausgelegt. Aus vorgestanzten Teilen kann man sich so seinen eigenen K70 aus Karton zusammenbasteln. Diese Bastelbögen hatte ich dann später auch an anderen Stellen ausliegen sehen.









Zur Begrüßung von Volkswagen bekamen alle Anwesenden noch eine eigens für dieses Fest bedruckte Tasche überreicht, mit einer Tasse, einem Käppi, Kugelschreiber – alles mit dem Logo für diese 40Jahr-Feier - und Verzehrbons. Als Zugabe konnten wir uns beim Kombi von VW Classic kostenlos mit Kaffee versorgen.














Die Besucher bekamen mittels ausgelegten Karten auch die Gelegenheit, den K70 zu benennen, der ihnen am besten gefiel. Hier ging es jedoch einfach nur um das „Gefallen“. Alles andere, wie Originalität, Zustand usw. sollten hier nicht die Kriterien sein.
















Wir setzten dann unseren Rundgang über das Werksgelände fort. Neben vielen Attraktionen für die Kleinen gab es auch viele Information rund um Volkswagen, verschiedene Musikbühnen und natürlich jede Menge Futter-Buden. Wir „Südländer“ hatten jetzt endlich auch mal die Gelegenheit, die sagenumwobene und hoch gelobte VW Currybockwurst zu testen. Und wir müssen sagen: Sie verdient den guten Ruf zu Recht – war einfach nur lecker.












Auch die Werkshallen waren geöffnet. So konnte man auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen und sich ein Bild über die Dimensionen dieser Hallen machen. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie das reibungslos funktioniert, dass bei diesen Dimensionen und der Vielzahl der Teile immer alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. In einer Halle war auch ein Bugatti Veyron ausgestellt zusammen mit dem Motor für diesen Flitzer. Ich würde mal sagen, der ist eine „Kleinigkeit“ größer als der K70-Motor, läuft ja auch ein wenig schneller...
Nachdem wir uns alles ausgiebig angesehen hatten, sind wir wieder zurück zu unseren Autos gegangen, um dort evtl. Rede und Antwort zu stehen und uns natürlich mit den anderen Clubmitgliedern zu unterhalten.





Erste Ermüdungserscheinungen am Nachmittag.


























Auch das VW-Werksfernsehen war vor Ort...

















...und wollte mal so richtig Kasi-Luft schnuppern.










Nachdem wir den ganzen Tag auf den Beinen waren, haben wir gegen 16.30 Uhr den Heimweg angetreten. Leider mussten wir noch am Abend nach Hause fahren, weil Christian am Montag wieder zur Schule musste und ich auch keinen Urlaub hatte.




Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der als „schönster K70“ gewählte Wagen der K70 aus „NOM“ war. Der stolze Besitzer ist Thomas Becker.
















Aus unserer Sicht war das ein tolles Wochenende und auch die weite Strecke dafür hatte sich gelohnt. Das Wochenende war toll organisiert und soweit ich es beurteilen kann, hatten sich auch die Leute von VW die allergrößte Mühe gegeben, ein tolles Fest auf die Beine zu stellen. Die Fläche für unsere K70 war auch Klasse. Die Autos standen ja direkt am Hauptweg. Soweit ich gehört habe, war das ja vor 5 Jahren etwas anders (um es milde auszudrücken). Alle die, die deshalb nicht gekommen waren, sollten VW in hoffentlich 5 Jahren noch einmal eine Chance geben. Vielleicht bekommen wir dann ja noch mehr K70 zusammen als dieses Jahr.

Wir jedenfalls freuen uns schon auf ein Wiedersehen in Salzgitter – vielleicht ja schon in 5 Jahren.


Text: Manfred Glatzel
Fotos: Christian Glatzel

Weitere Fotos von Jens Tanz-> http://www.motorkultur.com/de/galerie/v/useralben/Sandmann/goldenezeiten/40jahrek70/
Bericht von Jens Tanz: http://www.autobildblog.de/2010/07/01/klare-kante/

1. Internationaler K70-Club e.V. * Goethestraße 19a * 46514 Schermbeck * Tel.: 02853/448037 * K70-Club@gmx.de