18. Internationales K 70-Treffen 2004 in Wismar/Mecklenburg-Vorpommern

Das diesjährige Internationale K70-Treffen in Wismar stand unter dem Motto:

Schönes Wetter
Schöne Schiffe
Schöne Frauen

Nachdem es die Tage vor unserem Jahrestreffen eher regnerisch und sehr kühl war, kam pünktlich zu Pfingsten die Sonne hervor und herrliches Frühsommerwetter ergab den perfekten Rahmen für den von Andreas mit Kindern und Freunden organisierten Höhepunkt des K70-Jahres.

Am Sonnabend hatte Andreas mit seinen Kindern bereits ab 11:00 Uhr einen Anlaufpunkt für die zum Teil weit gereisten K70-Enthusiasten auf dem Parkplatz des Mecklenburger Einkaufszentrums „MEZ“ geschaffen, das auch an den beiden darauffolgenden Tagen der Ausgangspunkt für unsere Aktivitäten sein sollte. Für alle Ankommenden hielten die Kernkes kühle Getränke und etwas zu knabbern bereit. Wie es schon fast Tradition ist, fand wieder ein schwunghafter „Kofferraumhandel“ statt und es wurden erste Benzingespräche geführt sowie einige K70 begutachtet, die das erste Mal an einem Jahrestreffen teilnahmen. Schön, wenn man bei solchen Ereignissen nicht immer nur den „harten Kern“ antrifft. In diesem Jahr konnten vom harten Kern einige leider nicht teilnehmen, so z. B. Manuela Thimm und Mario erwarteten genau zu dieser Zeit Nachwuchs, Serge und Anne haben erst am Sonnabend abgesagt, weil ihr Keller einen Schaden erlitten hat und dringende Arbeiten erforderlich waren. Andere, wie auch mir, gelang es nicht, ihren K70 rechtzeitig zum Treffen fertig zu bekommen, ich konnte immerhin mit dem Wagen meiner Frau Manuela fahren, der dieses Mal sehr zuverlässig war und uns gut hin und wieder zurück gebracht hat, ohne das Vergaserflansche auseinander fielen oder gar der ganze Motor den Geist aufgab.

Um 13:30 Uhr setzte sich der bunte K70 Konvoi zur ersten Fahrt mit Ziel Marktplatz Wismar in Bewegung. Dort war eigens für unser Treffen ein Teil des historischen Marktplatzes abgesperrt, so, dass unsere K70 zusammenhängend geparkt werden konnten. Der Wismarer Markt gehört zu den größeren Marktplätzen in Norddeutschland, wenn er auch bei weitem nicht die Größe des größten Marktplatzes Deutschlands in Heide erreicht. Für die Besichtigung der Stadt Wismar stieg die K70-








Gemeinde in einen Cabrio Bus um, in Folge dessen gab es wohl den einen oder anderen Sonnenbrand. Wismar hat einen sehr schönen Hafen, in vielen Teilen der Stadt sind noch schwedische Einflüsse zu sehen. An diesem Tage war auch der Nachbau einer in der Ostsee frei gespülten Hansekogge zu Wasser gelassen worden und konnte bestaunt werden. Nach der Busfahrt gab es Gelegenheit zur Besichtigung einer Sektkellerei, natürlich inklusive der obligatorischern Probeverköstigung. In der Umgebung des Marktplatzes gab es ausreichend Gelegenheit zu Kaffee, Kuchen und Eis, bevor es Richtung „Störtebeker“ zum Abendessen und dem traditionellen gemütlichen Beisammensein ging, wo wieder so mancher Liter hochprozentigen Getränks die durstigen Kehlen herunterrann, während die K70 auf dem Parkplatz vor dem Lokal eine Auszeit nehmen konnten.
Am Sonntag dann brachen wir wieder mit unseren K70 vom „MEZ“ zu der großen K70-Rundfahrt auf, immer auf landschaftlich schön gelegenen Nebenstraßen entlang, immer wieder mit einem Blick auf das Meer. Die Fahrt ging von Wismar über die Insel Poel, Neubukow, Bad Doberan nach Rostock Warnemünde. Dort gab es Gelegenheit zu einem Aufenthalt am Strand oder einem Spaziergang entlang der Promenade zum Hafen. Wer diese Mühe auf sich nahm, erhielt die seltene Gelegenheit, die Viermastbark „Krusenstern“, dem größten Segelschiff der Welt beim Einlaufen in den Hafen zu erleben, ein wahrhaft majestätischer Anblick. Natürlich boten sich auch hier wieder genügend Möglichkeiten, etwas für das leibliche Wohl zu tun.




Zurück nach Wismar ging es über die neue Autobahn A20, hierbei wurde so mancher K70 denn auch mal etwas mehr ran genommen. Im Wismarer Hafen klang dieser Tag gemütlich aus; bei herrlichem Wetter kam in den Straßencafés und Biergärten schon fast mediterranes Flair auf, so dass mancher K70 Fahrer auf der Rückfahrt doch lieber der vormaligen Beifahrerin das Volant des K70 überließ. Am Montag traf dann doch noch eine recht große Gruppe von Unentwegten ein, um vor der Heimreise noch einen Ausflug auf die Insel Poel zu machen, das Wetter war immer noch hervorragend und die Fahrt durch die reizvolle Landschaft ein Genuss.




Andreas hat mit seinen Kindern und seinen Mecklenburger Freunden ein Programm auf die Beine gestellt, das Vorbehalte gegen Treffen in diesem Teil Deutschlands zumindest bei den Teilnehmern des Treffens restlos ausgeräumt hat und bei einigen schon den Entschluss hat reifen lassen, in jedem Fall wieder zu kommen und vielleicht auch einmal seinen Urlaub hier zu verbringen. Eine wunderbare Landschaft, freundliche, gastfreundliche Menschen, traumhafte Strände und ein oft wirklich gutes Preis-/Leistungsverhältnis sind gute Argumente, hier einmal seinen Urlaub zu verbringen und auch mal wieder ein K70-Treffen in den Bundesländer zu veranstalten, in denen er in den ´70ern des vorherigen Jahrhunderts nicht zum Straßenbild gehörte. Dieses Treffen hätte wahrlich einen größeren Zuspruch verdient gehabt.

(Fotos und Text: Hans-Ulrich Neumann)




Link zum Video vom Treffen: 18. K70-Club Pfingsttreffen 2004 in Wismar




Anmerkung 1: obwohl die K70-Freunde schriftlich und herzlich eingeladen waren, hat sich niemand von ihnen blicken lassen. Ich finde das sehr schade. Sollte dieses Fernbleiben mit alten Streitigkeiten zusammenhängen, dann wäre es allmählich mal an der Zeit, diese zu begraben - ich gehe davon aus, dass alle erwachsen sind und sich hier alles ausschließlich um die gemeinsam Kulturpflege des K 70 dreht.
Also - was soll das noch?

Anmerkung 2: ich bedanke mich ganz besonders herzlich bei meinen Freunden Elke und Horst Krüger aus Proseken. Die beiden Mitorganisatoren sind durch mein "Ehedrama" eigentlich zu den Hauptorganisatoren geworden. Das war natürlich nicht so geplant. Durch ihre Unterstützung konnte ich mich aber auf wichtige persönliche Entscheidungen und Erledigungen konzentrieren. Die beiden haben viele Ideen eingebracht und umgesetzt, das ganze Treffen förmlich geleitet und meine wenigen Einsätze gestützt. Dafür bin ich Euch sehr dankbar - ihr seid unglaublich wertvolle Freunde. Danke!

gez. der Organisator des 18. Pfingsttreffens 2004 in Wismar
Andreas Kernke
1. Internationaler K70-Club e.V. * Goethestraße 19a * 46514 Schermbeck * Tel.: 02853/448037 * K70-Club@gmx.de