17. Internationales K 70-Treffen 2003 in Paderborn

Das von Josef Wasmuth organisierte17. Internationale K70-Treffen fand in diesem Jahr in Paderborn / Borchen statt. Die ersten K70-Eigentümer waren mit ihren Fahrzeugen am Sonnabend, dem 7.6. zeitig angereist, so dass sich bereits vor 14.00 Uhr eine Anzahl K70 aus den Niederlanden, Luxemburg und allen Teilen Deutschlands auf dem Rathausparkplatz von Borchen eingefunden hatten. Im Laufe der Zeit kamen über fünfundzwanzig K70 zusammen. Die meisten Gesichter waren bekannt, doch es waren auch wieder einige dabei, die wohl zum ersten Mal bei einem Treffen waren. Erfreulicherweise waren auch „K70-Freunde“ zu diesem Treffen gekommen.




Nachdem sich die Teilnehmer im anliegenden Restaurant „Haus Carola“ eine Mahlzeit für das spätere warme Abendessen ausgesucht hatten, ging die Fahrt zur Wewelsburg. Nachdem schon Silke ihren K70 wegen einer gerissenen Bremsscheibe leider stehen lassen musste, meldete sich auf der Hinfahrt die Bremskontrollleuchte am K70 von Jörg Peter Neumann, das Nachfüllen von Bremsflüssig-keit an einer Tankstelle brachte sie leider nicht zum verlöschen, aber Gefahr bestand ja auch nicht, so dass er die Fahrt fortsetzen konnte.



Auf der Wewelsburg, in der auch eine Jugendherberge untergebracht ist, bestand die Möglichkeit zur Besichtigung des dortigen Museums, einer Gruft und des von Heinrich Himmler in dunkler Zeit umgebauten Turmes.

Nach dieser Besichtigung suchten die K70-Insassen, die es noch nicht getan hatten, ihre Quartiere auf, während die meisten wieder zum Rathausparkplatz fuhren, um sich dort den alljährlichen Benzingesprächen, dem Teilehandel und kleineren Reparaturen hinzugeben. So untersuchte Markus Retz noch einmal die Bremsflüssigkeitskontrolleinrichtung an Jörg Peters K70. Der Fühler stellte sich als defekt heraus.

Der Abend stand im Zeichen des gemütlichen Beisammenseins, das herrliche Wetter veranlasste die meisten Teilnehmer dazu, sich einen Platz im Freien zu suchen und dort den lauen Frühsommerabend zu genießen.












Am Morgen des 8.6. traf sich die K70-Gemeinde schon früh wieder auf dem Rathausparkplatz. Willi Hiegemann, der noch am Vortage mit einem 412 LS zum Treffen gekommen war, stellte sich nun standesgemäß im texasgelben ‚73er „L“ vor. Leider war bei diesem K70 ein Bremssattel fest, in dessen Folge sich die Bremsflüssigkeit so stark erhitzte, dass die Bremswirkung gegen „null“ tendierte, so konnte er an der Ausfahrt nur als Beifahrer teilnehmen.

Vor der großen Rundfahrt stand jedoch der Besuch des „Heinz-Nixdorf-Forums“ in Paderborn auf dem Plan. Unser großer Webmeister Andreas hatte die Idee, dass sich K70 gleicher Farbe zu einem Gruppenfoto zusammenstellen sollten. Es folgte das schon traditionelle Durcheinander. Mitten in das Chaos platzte ein blonder „Racheengel“ des Museums. Man fürchtete um die optische Unversehrtheit der hellen Platten, auf denen die K70 Aufstellung genommen hatten. Wegen einiger kleiner Reifenspuren wollte man uns gleich dazu verdonnern, das Ganze gebührenpflichtig reinigen zu lassen, das verhinderten einige Freiwillige, die sich zur Selbsthilfe bereit erklärten.






Doch damit nicht genug: ein vor allem auf Kinder bei der Hitze einladend wirkender Brunnen durfte auf keinen Fall betreten werden. Ob dieser Spießigkeit nahmen einige Teilnehmer Abstand von der geplanten Besichtigung des Museums und nutzten die Zeit zu einem Ausflug zum nahen Padersee.



Nach dieser nicht so erfreulichen Episode ging es, begleitet von einem heranziehenden Unwetter, weiter zum „Maspernplatz“ um von dort die Erkundung der historischen Altstadt Paderborns zu Fuß anzutreten und auch den einen kleineren oder größeren Imbiss einzunehmen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich einer tollen Führung von Eva Wasmuth durch den schönen Stadtkern anzuschließen.





Die K70-Insassen versammelten sich mit einer gewissen Verspätung zur Abfahrt auf dem Platz. Die Abfahrt selbst wurde dann schon von Regengüssen begleitet. Die Fahrt führte hinaus in das Umland Paderborns.
Mehr und mehr lagen durch aufkommenden Sturm abgerissene Blätter, Zweige und Äste auf der Fahrbahn und zwangen uns zum Ausweichen. Doch plötzlich ging gar nichts mehr: acht Bäume lagen entwurzelt auf der Fahrbahn und stoppten den K70-Konvoi. Ohne zu zögern sprangen mutige Frauen und Männern aus

den Fahrzeugen, um die Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Kaum war der erste Baum beiseite geschafft, prasselte ein Wolkenbruch auf die Unverzagten nieder. Doch kaum einer wich, der Weg zu den K70 war eh zu weit, um ihn noch trocken zurück legen zu können.

In nicht einmal zehn Minuten waren fünf der acht Bäume am Straßenrand und somit nicht mehr im Weg, als denn endlich die Feuerwehr eintraf. Die benötigte dann für die restlichen drei Bäume über eine Stunde, trotz schweren Geräts. Die K70-Mannschaft war hier also der klare Sieger. Den Damen bot sich nach dieser Aktion der Anblick gestählter Männeroberkörper, hatte sich doch die meisten der völlig durchnässten Bekleidung entledigt, sich eine mitgeführte Badehose angezogen oder nur eine Wolldecke um die Hüften geschlungen.

Endlich ging die Fahrt mit gewaltiger Verspätung im Dauerregen weiter zum Gasthaus „Am Königsweg“ in Dahlheim, einem Ort im Mobilfunk-Funkloch, sehr empfehlenswert für den, der ungestört sein will. Auch hier gab es wieder Teilehandel, Benzingespräche und gemütliches Beisammensein.

Am Montag trafen doch noch viele zur Besichtigung des Deutschen Traktorenmuseums, das auch eine riesige „Wiking“-Modellautosammlung beherbergt (aber keinen K70!) auf dem bekannten Rathausparkplatz ein. Kurz darauf verabschiedeten sich weitere Teilnehmer, die zum Teil noch eine längere Fahrt vor sich hatten, während der unentwegte Rest noch zum Schloss Neuhaus zur Besichtigung der dortigen Barockgärten aufbrach.






...für die Leute vom
Heinz-Nixdorf-Forum:
SO SIEHT EIN FLECK AUS!
(der Webmaster)


...und das habe ich auch noch im Treckermuseum gefunden:
FÜR DIE FEUERWEHR:
...damit geht´s beim nächsten Baum-Räum-Einsatz deutlich schneller!
(der Webmaster)



Es war schön zu beobachten, dass diesmal keiner mit seinem Alltagsauto aufgetaucht war, natürlich mit Ausnahme derer, die ihren K70 jeden Tag fahren.
Es war ein - trotz der kleinen Widrigkeiten - einmalig schönes Treffen, nach einhelliger Meinung hatte es nur einen erheblichen Makel: Es war viel zu kurz. Jeder, der nun bedauert, nicht dabei gewesen zu sein, hat allen Grund dazu und sollte sich schon einmal Pfingsten 2004 vormerken.

(Text: H.U. Neumann
Fotos: H.U. Neumann, A. Kernke)

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